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Schwimmende Plastik 7

Schwimmende Plastik 7

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Künstler Marta Pan
Erstellungsjahr 1979
Technik Polyester, weiß gefärbt, dreiteilig
Maße Durchmesser 113 cm und 225 cm
ausgestellt in Blickachsen 3

In der Regel schwimmen diese Elemente der zweiteiligen „Sculpture flottante", wie Marta Pan ihre Wasserarbeiten nennt, auf dem Berta See in Duisburg, wo sie wie hier in Bad Homburg zusammen mit weiteren Freiplastiken ein abgestimmtes Ensemble für die Freizeitlandschaft bildet. So gilt denn gleichermaßen ihr künstlerisches Bekenntnis sowohl für Duisburg wie für diesen neuen Standort auf Zeit: „Aus der Begegnung von Wasser, Wind, Sonne und Plastik entsteht eine neue Einheit. Sie fängt die Energie der Natur und des Menschen in ein und derselben beweglichen Gestalt auf. Die Plastik und ihre Bewegung, die sie mit dem Wasser und mit dem Wind teilt, werden zu einem Glied zwischen der leblosen Welt und der Welt des Lebens. Sie ist der Begegnungspunkt zwischen der Natur, der Stadt und dem Menschen, eine Verbindung und ein Übergang, ein Ereignis und ein Zeichen" (Marta Pan, 1979).

Die Begegnung mit Constantin Brancusis gerundeter Archaik und die Bewunderung für das Ballett von Maurice Béjart wurden zu den ersten Schlüsselerlebnissen der ungarischen Bildhauerin, als sie 1947 nach Paris übersiedelte. Brancusis elementares Formempfinden sowie die präzise Choreographie lebendig empfundener Körper suchte sie in ihrem eigenen Werk zu realisieren. Dieses Werk sollte sich wesentlich im öffentlichen Raum präsentieren. Vor allem in den „Imaginären Landschaften" konnte der Austausch jener skulpturalen Kräfte stattfinden, der im Gleichgewicht der Plastik, in ihrem Maß und in ihrer Beschaffenheit seine künstlerische Perfektion finden sollte. „Durch diese beweglichen, weil äquilibrierten Formen glaube ich, mich dem Reiche des Lebendigen zu nähern".

Zu den wichtigsten Werken der Künstlerin gehören jene zahlreichen „schwimmenden Plastiken", in denen das Element Wasser mit dem Muschelkörper als einem Leitmotiv der Künstlerin eine Synthese eingeht. Die erste „Sculpture flottante" schuf Marta Pan 1961 für den Park im Kröller-Müller-Museum in Otterlo. Mittlerweile befinden sich vergleichbare Arbeiten in Lausanne (Nr. 2, 1966), im japanischen Hakone Open-Air Museum (Nr. 3, 1969), in Montreal (Nr. 4, 1970), in Bobigny bei St. Denis (Nr. 5, 1971), vor dem Stadthaus von Dallas/USA (Nr. 6, 1977), und nun vorrübergehend in Bad Homburg unsere Version Nr. 7 von 1979/1980. Dieses durch Kette und Stange unter Wasser miteinander verbundene, prismenartige Doppelstück wurde in Polyester ausgeführt und hellweiß getönt. Wie „Mutter und Kind" schwimmen sie in ihrer jeweils asymmetrischen Proportionalität nach oben weisender Wölbungsschalen auf der Oberfläche des Sees. Die Distanz-Stange hält sie auf Abstand, wodurch sich beide Körper bei höherer Windstärke nicht berühren können, sondern eher trabantenartig umkreisen. Der schwebende, wie ein Kristall geschliffene Charakter der Körper wird noch verstärkt durch die Spiegelung auf der Oberfläche des Wassers, die gleichsam die geometrische Formung ergänzend verdoppelt und dem hellen Weiß das strahlende Grün-Blau der Natur hinzufügt.

Bourgeois, Louise
  Breasted Woman [BOUR-1460]
  Brother and Sister [BOUR-1929]
  Pillar [BOUR-1485]
Bury, Claus
  Gehörgang
Calero, Ricardo
  Espacio
Gerhards, Thomas
  Memory I
  Memory II
Goulbier, Yvonne
  Nach Einbruch der Dunkelheit
Hall, Nigel
  Within and Without II
Henry, John
  Fulcrum
Hunt, Bryan
  Falling Water - Bear Run II
Krüll, Lothar
  Maiskolben
Nash, David
  Black Vessel
  Pyramid, Sphere and Cube
Pan, Marta
  Schwimmende Plastik 7
Plensa, Jaume
  Amativite
Rickey, George
  Six Triangles Hexagon V
Rückriem, Ulrich
  Ohne Titel
Seliger, Reiner
  Ohne Titel
Tadei, Marialuisa
  Divini Vultus
Ulrichs, Timm
  Versatzstück
Vostell, Wolf
  Stier IV
Wortelkamp, Erwin
  Für Lenné
Zwingmann, Michael
  Chamäleon