Hanneke BeaumontDer Mensch steht im Mittelpunkt des künstlerischen Schaffens von Hanneke Beaumont. Ihre lebensgroßen Figuren aus Terrakotta, Bronze oder Eisen sind überindividuelle menschliche Gestalten, von einfachen Gewändern wie von einer zweiten Haut bedeckt. Weder ihr Geschlecht noch ihr Alter sind auszumachen. Beaumont porträtiert nicht, sie veranschaulicht mit bildhauerischen Mitteln den Seelenzustand des Menschen. In „Blickachsen 7“ zeigt sie eine Installation zweier Figuren, die jede auf einer eigenen minimalistischen Basis aus Stahl knien. In dieser Komposition mit dem Titel „Melancholia I“ – der den gleichnamigen Stich Albrecht Dürers als Referenzhorizont aufruft – thematisiert Beaumont nach eigener Aussage den bildhauerischen Schaffensprozess: Die vollendete schwarze Bronzefigur – Melancholia – betrachtet in einem Moment des kontemplativen Innehaltens ihr eigenes, aus Eisen gegossenes Abbild mit seiner rohen, unbehandelten Oberfläche. Sie erinnert sich an das „was war und nicht mehr ist“, an die unfertige Skulptur. Zugleich sieht sie das, ‚was sein wird’ – sieht die verwitterte Oberfläche in der Zukunft. Melancholias Blick richtet sich hier, so Beaumont, in die Vergangenheit, auf die Gegenwart und in die Zukunft. |
Baechler, Donald Beaumont, Hanneke Borofsky, Jonathan Ford, Laura Hoffmann, Paul Hunter, Kenny Klinge, Dietrich Koorida, Masayuki Nash, David Oka Doner, Michele Oppenheim, Dennis Otterness, Tom Paladino, Mimmo Paschakarnis, Vanessa Pepper, Beverly Plensa, Jaume Randall-Page, Peter Rickey, George Röhm, Vera Ulrichs, Timm Venet, Bernar Wang, Zhan |
